Organ auf Bestellung

organ auf bestellung

Der illegale Handel mit menschlichen Organen blüht gegenwärtig in Europa auf und ist laut dem US-Nachrichtensender CNN inzwischen bereits zum zweit-lukrativsten Geschäft welt- weit herangewachsen. Nur durch den Waffenhandel wird mehr Geld umgesetzt. Selbst der Handel mit Drogen ist nicht so ertragreich wie der Organhandel.

Obwohl der Kauf eines Organs in Deutschland seit 1997 durch das Transplantationsgesetz rechtlich verboten ist, lassen sich viele verzweifelte deutsche Patienten trotzdem ein käuflich erworbenes Ersatzorgan transplantieren.

Nierenkranke Menschen leiden während der Zeit auf der Warteliste und der Dialyse psychisch und physisch. Nach und nach setzen verschiedene Körperfunktionen aus, da die künstliche Blutwäsche die Funktion der Niere nicht vollständig ersetzen kann. In ihrer Situation ist vielen Patienten jeder Preis für ein neues Organ recht, das ihnen wieder zu einer besseren Lebensqualität verhelfen würde. Wenn es um Leben und Tod geht, schenken viele Menschen ihren moralischen und ethischen Grundsätzen kaum noch Bedeutung.

Die Organhändler agieren meist vom Ausland aus und machen sich die aussichtslose Lage und die Verzweiflung der hilfesuchenden Patienten zunutze. Kommt eine illegale Transplantation zustande, macht sich nicht nur der Händler strafbar, sondern alle Beteiligten. Selbst der Organempfänger kann mit einer Freiheitstrafe von bis zu 5 Jahren zur Verantwortung gezogen werden.

 

Tatort Internet

Viele Organhändler nutzen den wachsenden Einfluss des Internets, um organsuchende Kunden zu gewinnen. Im Netz häufen sich die Angebote von Nieren und Lebern, die dort zu ungeheuer hohen Preisen von dubiosen Händlern verkauft werden. Nur wenige Klicks trennen den Interessenten scheinbar vom gewünschten Organ. Nieren sind beispielsweise innerhalb von nur etwa drei Wochen und ab einem Preis von € 80.000,- zu haben. Meistens liegt der Preis jedoch sogar im sechsstelligen Bereich.

Ältere entsprechende Verkaufswebseiten für Organe wurden zum Beispiel von Unternehmen wie Germany China Medical Corporation LTD oder TX-Bridge geführt, die darüber Organtransplantationen in medizinischen Zentren auf den Philippinen oder in Kolumbien organisierten.

Da stellt sich natürlich die Frage, warum die Verantwortlichen solcher Unternehmen nicht einfach verhaftet werden. Allerdings ist es gar nicht so einfach, diese zu finden.

 

Wohin führt die Blutspur?

Die Suche nach den Drahtziehern des Organhandels im Internet führt einen um die ganze Welt. Da die Organhändler natürlich wissen, dass ihre Tätigkeit in den meisten Ländern illegal ist, stellen sich die auf den Websites angegebenen Adressen häufig als Sackgassen heraus. Es sind entweder Briefkastenadressen oder aber sie führen zu anonym gemieteten Büros.

Erst wenn man sich als angeblicher Interessent mit den Händlern telefonisch oder über ein Kontaktformular der entsprechenden Website in Verbindung setzt, erhält man zusätzliche Informationen über den weiteren Verlauf der Transplantationsorganisation. Die Drahtzieher sitzen nicht selten in östlichen Ländern wie zum Beispiel in China, sind allerdings häufig nicht genauer zu lokalisieren. Von dort aus arrangieren sie den Flug, die Unterkunft und einen Arzt, der die Transplantation dann durchführen soll, für ihre Kunden. Das Honorar für den Organspender ist angeblich auch schon im anfangs genannten Gesamtpreis inbegriffen. Organhändler verteidigen ihr Verhalten aber auch häufig durch die Ausrede, dass der Kunde nur die Anreise und die Unterkunft bezahlt und nicht das Organ.

Bei der Wahl des Transplantationsortes wird unter anderem die dort geltende landesweite Gesetzeslage berücksichtigt. Arme Länder wie beispielsweise Kolumbien eignen sich besonders gut, da dort die rechtliche Lage meist nicht eindeutig ist und deshalb keine große Gefahr für eine organisierte Transplantation illegaler Organe besteht.

Neben der Organisation einer Organtransplantation ist aber besonders die Organbeschaffung höchst fragwürdig.

 

Quellen:

https://www.youtube.com/watch
http://www.derwesten.de/nachrichten/eine-niere-fuer-200-000-euro-id1827060.html
http://orf.at/stories/2122748/2122750/
http://www.derwesten.de/politik/organhaendler-ring-im-kosovo-aufgeflogen-id4191793.html
http://www.pm-magazin.de/r/schon-gewusst/illegaler-organhandel-wer-sind-die-drahtzieher
http://www.zeitenschrift.com/artikel/organhandel-kaufe-niere-zahle-bar#.VJLcDiuG934
http://de.wikipedia.org/wiki/Organhandel

 

 

1 Kommentar

  1. Robert Hinterleitner   •  

    Hallo!

    Ich möchte ein Organ verkaufen, wo kann ich das machen lassen, möchte gerne anderen Menschen helfen.

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